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Mein Gastbeitrag ist heute in der WELT (Debatte) erschienen:
„Eingliederungshilfe: Doch, wir müssen uns persönliche Assistenz auch künftig leisten!“

Ich schreibe das nicht als abstrakte Position, sondern aus der Praxis: Ich arbeite im Bundesarchiv, bin (kleiner) Unternehmer und ehrenamtlich engagiert. Das funktioniert nur, weil persönliche Assistenz mir die Handgriffe ersetzt, die mein Körper nicht leisten kann – 24/7 im Schichtsystem. Nicht als „Luxus“, sondern als Voraussetzung dafür, überhaupt Verantwortung zu übernehmen und produktiv Teil dieser Gesellschaft zu sein.

Im Text geht es u. a. um drei Punkte:
• warum 24/7-Assistenz in der Realität Sicherheit und Selbstständigkeit bedeutet – nicht Komfort
• warum die Alternative häufig Heim/Institution oder Überlastung von Angehörigen heißt (und oft teurer ist)
• warum die Bürokratie rund um mehrere Kostenträger, Nachweise und Verordnungen selbst ein Kosten- und Kraftfresser ist – und was man daran besser machen könnte, ohne Transparenz zu opfern

Ich freue mich über eine sachliche Diskussion – gern auch kontrovers, aber fair.

(Artikel ist WELTplus)
welt.de/debatte/plus6942916111…

#Eingliederungshilfe #PersönlicheAssistenz #Inklusion #Teilhabe #Sozialstaat #Leistung #Bürokratieabbau #Barrierefreiheit #Behindertenpolitik #Pflege

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Ich habe gestern einen Gastbeitrag von Kristina Schröder auf WELT online gelesen. Darin geht es um den Sozialstaat – und um persönliche Assistenz für behinderte Menschen. Und ehrlich gesagt: Er hat mich tief getroffen.

Denn wenn über Assistenz als „nicht mehr tragbare Kosten“ gesprochen wird, dann geht es nicht abstrakt um Haushaltszahlen. Dann geht es um mein Leben.

Assistenz ist für mich kein Luxus. Kein Extra. Kein Wunschkonzert.
Assistenz ist das, was mich morgens aufstehen lässt. Was mir erlaubt zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, mich einzubringen, selbstbestimmt zu leben.
Ohne Assistenz wäre mein Leben kleiner. Abhängiger. Fremdbestimmt. Vielleicht sogar institutionell verwahrt statt frei.

Ich brauche Assistenz 24 Stunden am Tag, weil Behinderung keinen Feierabend kennt. Weil Notfälle keine Bürozeiten haben. Weil Würde nicht um 22 Uhr endet.

Wenn Politik und Medien darüber diskutieren, ob Menschen wie ich „zu teuer“ sind, dann erzeugt das Angst. Die Angst, dass meine Freiheit an einem Verwaltungsakt hängt. Dass mein Leben jedes Jahr neu infrage gestellt wird. Dass ich mich rechtfertigen muss, warum ich so leben darf wie andere ganz selbstverständlich.

Dabei zeigt die Geschichte etwas anderes:
Stephen Hawking, Helen Keller, viele andere – ihre Leistungen waren nur möglich, weil Assistenz und Unterstützung ihnen Zugang zur Welt gegeben haben. Nicht trotz Assistenz. Sondern wegen ihr.

Ja, Assistenz kostet Geld.
Aber die eigentliche Frage ist: **Was kostet es uns als Gesellschaft, wenn wir anfangen, Menschenwürde zu kürzen?**

Ich bin keine Kostenstelle.
Ich bin ein Mensch.
Und mein Leben ist kein Sparposten.

Quelle: Kristina Schröder, „Sozialstaat: Was wir uns künftig nicht mehr leisten können“, WELT, 11.12.2025.

#Inklusion #Assistenz #Selbstbestimmung #Behindertenrechte #Teilhabe #Menschenwürde