Die zwei Gesichter des Friedrich Merz
zeit.de/politik/ausland/2026-0…
Da war ich im ersten Teil des Artikels doch baff erstaunt. Es sieht so aus, als halte im Bundeskanzleramt die Vorstellung Einkehr, das aktuelle Regime in Washington sei nicht mehr durch Besänftigung in Schach zu halten.
Wenn man ihm wohlgewogen sein will könnte man also interpretieren dass Friedrich Merz hier die Gangart umschaltet und sich nun auf die eigene Bevölkerung in Deutschland (und auch in Europa) fokussiert.
Soweit, so gut.
Und dann reißt der Kanzler, wie man das von ihm gewohnt ist, alles wieder ein.
Bundeskanzler: Friedrich Merz zeigt sich desillusioniert von Trump und der US-Politik
Donald Trump gehe auf Kritik nicht ein, sagt Kanzler Merz – sondern halte, was er tut, für richtig. Statt das Völkerrecht zu achten, machten die USA reine Machtpolitik.Sarah Vojta (DIE ZEIT)
Stephan
in reply to Stephan • • •Die Frage ist so unfassbar dämlich, dass ich gar nicht richtig weiß, was man da erwidern will.
Glaubt er, die Menschen sind freiwillig krank? Dass ich mich, wenn ich krank bin, halt nur ein bisschen zusammen reißen muss, um wieder mehr für die Wirtschaftsleistung des Landes beitragen zu können? Glaubt er, dass Kranksein eine Willensentscheidung ist?
Was er damit infolgedessen automatisch insinuiert: Die Deutschen feiern krank und betrügen. Anders kann ich seine Argumentation nicht nachvollziehen.
Wie man mit solchen Aussagen ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen will, das geeignet ist, äußeren Widerständen zu trotzen, das weiß vermutlich nur Herr Merz. Und Herr Linnemann vermutlich.